Swiss Canyon Trail 2026: Rekordausgabe und Trail-Spektakel auf höchstem Niveau
Sieg für den Berner Ramon Manetsch über die 111-Kilometer-Distanz
Couvet, 31. Mai 2026 – Der Swiss Canyon Trail by Kailas FUGA erlebte seine 31. Austragung in einer aussergewöhnlichen Dimension. Mit 3'600 Teilnehmenden, was einem Zuwachs von knapp 10 Prozent gegenüber 2025 entspricht, bestätigt der Anlass seine stetig wachsende Attraktivität und seine Stellung als eines der bedeutendsten Trailrunning-Events Europas. Während des gesamten Wochenendes begrüsste das Val-de-Travers Läuferinnen und Läufer aus 36 Ländern und 59 Nationen – in einer Atmosphäre, die zugleich international, festlich und tief in den Werten des Trailrunnings verankert war.
Ein aussergewöhnlich stark besetztes Elitefeld
Selten war das Teilnehmerfeld des Swiss Canyon Trail über sämtliche Distanzen hinweg so hochkarätig besetzt.
Bereits in den frühen Rennstunden sorgten die besten Trail- und Ultratrail-Spezialisten für ein hohes Tempo und
packende Duelle auf höchstem Niveau. Die Ankündigungen im Vorfeld hatten eine spektakuläre Ausgabe
versprochen – und die Athletinnen und Athleten erfüllten die Erwartungen eindrucksvoll.
Ein denkwürdiger Kampf um den Sieg auf der 111K-Strecke
Das Männerrennen über 111 Kilometer bot von Beginn an ein faszinierendes Rennszenario. Der Schwede Anton
Gustafsson, einer der Topfavoriten dieser Ausgabe, eröffnete das Rennen mit einem enorm hohen Tempo. Mit einer
offensiven Taktik setzte er sich früh alleine an die Spitze und baute in den ersten dreissig Kilometern einen
beträchtlichen Vorsprung auf seine Verfolger auf. Doch dieser ambitionierte Rennbeginn forderte seinen Tribut. Im
weiteren Verlauf musste Gustafsson das Tempo reduzieren und fiel schliesslich bis auf Rang 17 zurück. Hinter ihm
entwickelte sich rasch ein packender Dreikampf zwischen den Spaniern Aleix Toda Mas und Ionel Cristian Manole
Manole sowie dem Schweizer Ramon Manetsch. Über weite Strecken der ersten Rennhälfte lieferten sich die drei
Athleten ein intensives Duell, ohne dass sich einer entscheidend absetzen konnte. Rund um Kilometer 30 setzte
Ramon Manetsch seine entscheidende Attacke. Der Berner übernahm die Führung und baute seinen Vorsprung
kontinuierlich aus, bevor er sich in einer Zeit von 10:31:24 Stunden souverän den Sieg sicherte.
Der Kampf um die verbleibenden Podestplätze blieb bis zum Schluss offen. Ionel Manole und Aleix Toda Mas
schenkten sich nichts und lieferten sich bis in die letzten Kilometer hinein ein spannendes Duell, das die zahlreichen
Zuschauer entlang der Strecke sowie die Fans vor den Live-Übertragungen begeisterte.
Im Ziel zeigte sich Ramon Manetsch überglücklich: «Es war meine erste Teilnahme am Swiss Canyon Trail und mein
erster Sieg in der Schweiz seit mehreren Jahren. Die meisten meiner Rennen bestreite ich im Ausland, aber ich werde
ohne Zweifel zurückkehren. Die Organisation ist hervorragend und die Stimmung entlang der Strecke einzigartig.»
Auch das Frauenrennen des 111K bot Spannung bis zum Schluss. Die Spanierin Azara García de los Salmones beeindruckte mit einem furiosen Start und übernahm bereits früh die Führung. Auf den anspruchsvollen Juratrails fühlte sie sich sichtlich wohl und dominierte das Rennen bis zum Chasseron (40 km). Ihre Spitzenposition verteidigte sie sogar bis zur zweiten Passage auf dem Chasseron bei Kilometer 70. Doch die Finnin Marjo Liikanen blieb stets in Schlagdistanz. Von Beginn an in der Spitzengruppe unterwegs, verkürzte sie ihren Rückstand kontinuierlich. Im letzten Renndrittel zeigte sie sich stärker und übernahm schliesslich die Führung, bevor sie nach einer eindrucksvollen Aufholjagd in 13:10:52 Stunden als Siegerin ins Ziel lief. Die Schweizer Spitzenläuferin Jasmin Nunige komplettierte das hochklassige Frauenpodest mit einer konstant starken Leistung gegen eine international hervorragend besetzte Konkurrenz.
Französische Siege über 81 und 51 Kilometer
Auf der 81-Kilometer-Distanz setzte sich der Franzose Clovis Chaverot durch. Mit einem perfekt eingeteilten Rennen
sicherte er sich in 7:12:06 Stunden den Sieg vor dem Schweizer Frédéric Splendore. Der Italiener Davide Cheraz
belegte Rang drei.Bei den Frauen demonstrierte die Französin Manon Campano einmal mehr ihre Klasse. Mit einer
Zeit von 9:07:50 Stunden feierte sie ihren zweiten Sieg beim Swiss Canyon Trail über diese Distanz nach ihrem Erfolg
im Jahr 2024.
Von Beginn an an der Spitze laufend, baute sie ihren Vorsprung kontinuierlich aus und erreichte das Ziel mit knapp
42 Minuten Vorsprung auf die Schweizerin Shoshana Huber.
Auch die 51-Kilometer-Strecke stand ganz im Zeichen Frankreichs. Clément Durance gewann in 4:03:34 Stunden ein schnelles und hart umkämpftes Rennen. Bei den Frauen setzte sich die Spanierin Beatriz Parron Alvarez in 4:46:41 Stunden durch. Die lokale Elite-Läuferin Audrey Virgilio (Neuenburg) erreichte einen hervorragenden vierten Rang.
Grosser Andrang auf den kürzeren Distanzen
Auch die kürzeren Distanzen erfreuten sich grosser Beliebtheit. Die Starts über 31 Kilometer und 16 Kilometer, die
am Nachmittag bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein erfolgten, lockten zahlreiche
Teilnehmende und Zuschauer an. Besonders hervorzuheben ist die Leistung der Deutschen Kim Schreiber, die das
Frauenrennen über 31 Kilometer dominierte. Auf den Juratrails fühlte sie sich sichtlich wohl, übernahm früh die
Führung und kontrollierte das Rennen souverän bis ins Ziel. Die kürzeren Formate bestätigten einmal mehr ihre
wichtige Rolle als Einstieg in den Trailrunning-Sport und boten gleichzeitig attraktiven Sport auf hohem Niveau.
Eine Entwicklung, die sich bestätigt
Trotz der anspruchsvollen Wetterbedingungen und der hohen Temperaturen während des gesamten Wochenendes
kam es zu keinen grösseren Zwischenfällen. Die Organisation hatte frühzeitig ein Hitzeprotokoll aktiviert und
zusätzliche Massnahmen entlang aller Strecken umgesetzt. Dazu gehörten verstärkte Verpflegungsposten, eine
erhöhte medizinische Betreuung sowie gezielte Sensibilisierungsmassnahmen für die Teilnehmenden.
Für Patrick Christinat, Präsident des Swiss Canyon Trail, ist dieser Erfolg vor allem das Resultat einer aussergewöhnlichen Teamleistung: «Die Sicherheit der Läuferinnen und Läufer hatte für uns oberste Priorität. Dank der sorgfältigen Vorbereitung unserer Teams und dem Einsatz von über 700 freiwilligen Helferinnen und Helfern konnten wir trotz der Hitze optimale Bedingungen gewährleisten. Ihr Engagement war beispielhaft. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer – von Hobbyläufern bis zu den internationalen Eliteläufern – haben die Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Professionalität unserer Freiwilligen besonders hervorgehoben. Dieser Geist macht den Swiss Canyon Trail aus.»
Blick nach vorne: Swiss Canyon Trail 2027
Die 31. Ausgabe wird als eine der sportlich stärksten und organisatorisch erfolgreichsten Austragungen in die
Geschichte des Swiss Canyon Trail eingehen. Die Präsenz zahlreicher Schweizer und europäischer Medien
unterstreicht die wachsende internationale Ausstrahlung der Veranstaltung. Nach diesem Erfolg richtet sich der Blick
bereits auf die nächste Ausgabe, die vom 4. bis 6. Juni 2027 stattfinden wird. Zu den Höhepunkten zählt die mit
Spannung erwartete Rückkehr des 100 Miles, einer spektakulären Strecke über 166 Kilometer durch die wilden und
eindrucksvollen Landschaften des Val-de-Travers. Eine aussergewöhnliche Herausforderung, die das Angebot des
Swiss Canyon Trail weiter bereichern und seine Attraktivität für die internationale Trailrunning-Community zusätzlich
stärken wird.